Aus dieser geschichtlichen Entwicklung erklärt es sich, daß unsere Kirche nicht "mitten im Dorf" steht, sondern im alten Lewe, am Ostrand des heutigen Ortes.
Für die wachsende Gemeinde wird die Kirche zu klein. Mitte des vorigen Jahrhunderts beginnt man die Planung eines Neubaues. Als Architekt wird Baurat C. W. Hase aus Hannover gewonnen. Am 8. November 1863 wird die neue, aus Backsteinen im neugotischen Stil erbaute Kirche, feierlich eingeweiht. Nur der alte, wehrhafte Turm bleibt stehen, erhält jedoch zusätzlich seine beiden schiefergedeckten Spitzen.
Im Innern der Kirche weist der neuromanische Kruzifixus den zum Gottesdienst oder zur Besinnung und Besichtigung Eintretenden auf Ursprung, Mitte und Ziel unseres Glaubens. Das alte Portal von 1518 befindet sich hinter dem Taufstein. Die Westwand nimmt seit Karfreitag 1981 die "Liebenburger Dornenkrone" ein, seit 1996 befindet sich hinter der Kanzel der "Auferstehungsengel mit Kreuz" - beides Werke des auf dem Schloß lebenden Künstlers Gerd Winner. Die Orgel auf der nördlichen Seitenempore wurde im Jahre 1983 von "Emil Hammer Orgelbau" Hannover erbaut. Sie verfügt über 16 Register, davon drei aus der alten Heyder-Orgel von 1863. Tagsüber ist die Kirche zur stillen Einkehr geöffnet.
Der Pfarrhof im Norden der Kirche wurde im Jahre 1846 errichtet. In der Mitte befindet das Pfarrhaus. Das ehemalige Stallgebäude links dient seit 1930 als Gemeindehaus. Die ursprüngliche Scheune rechts beherbergte von 1956 bis 2004 unseren Kindergarten. (Seitdem befindet er sich im Neubau in der Schäferwiese 15 a.) Seit 2009 befindet sich in der Scheune die Begegnungsstätte "Lewer Däle".
Südlich der Kirche finden Sie die alte Lewer Schule mit Nebengebäude, erbaut 1834. Sie dient heute als Miet- bzw. Mitarbeiterwohnung.
Der Friedhof mit seiner 1935 erbauten Kapelle liegt östlich von Kirche und Pfarre.